„Krank und nicht mehr ausgeliefert“

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Liebes Mitglied,
Liebe Leserin, lieber Leser

Hatten Sie auch Freude am letzten Bulletin im Januar? Ich fand, das Team der Patientenstelle hat seine vielfältigen Projekte und Ideen bestens dargestellt und hat aufgezeigt, wie aktiv es ist, und so wird es auch in diesem Bulletin sein!
Neben Themen wie „Aufgeräumte Hausapotheke“ oder „Antibiotika-Pass“ möchte ich Sie vor allem auf die Einladung zu unserer Vollversammlung aufmerksam machen:

Am Donnerstag, 17. Mai treffen wir uns in der Helferei in Zürich zu unserer jährlichen Versammlung. Ich hoffe, den offiziellen Teil speditiv durchführen zu können, denn es wartet ein sehr interessanter anschliessender Unterhaltungsteil auf uns!

Es ist uns eine grosse Ehre, dass der Chansonnier und Rechtsanwalt Jacob Stickelberger Zeit für uns hat!
Auf Jacob Stickelbergers Webseite habe ich folgendes Zitat von Franz Hohler gefunden:
„Jacob Stickelberger ist Rechtsanwalt und als solcher mit den Ränken und Krümmungen menschlichen Denkvermögens eng vertraut. Die Hauptpersonen seiner Lieder müssen sich denn auch häufig durch wahre Labyrinthe von Überlegungen oder Handlungen zwängen, bevor die Sache dann doch ein schlechtes Ende nimmt, ähnlich wie im Prozesswesen“. Da hoffen wir doch, dass das schlechte Ende nur in seinen Liedern vorkommt.

Gleichzeitig möchte ich mich von Ihnen verabschieden. Ich möchte mein Präsidium wieder einer aktiven Politikerin/einem aktiven Politiker zur Verfügung stellen, so dass der Kontakt zum Kantonsrat wieder gewährleistet ist. Doch vorläufig freue ich mich auf die letzte Vollversammlung mit Ihnen und möchte meine Vorstandsarbeit zu einem guten Ende führen - Jacob Stickelberger zum Trotz!

Bis bald an der Vollversammlung!

Herzliche Grüsse

Sabine Sieber
Präsidentin Patientenstelle Zürich

Inhalt:
Hüftoperation führt zur Knieverletzung
Antibiotikapass jetzt beziehen!
Vollversammlung
Genmanipulation
Genuntersuchung
Blick hinter die Kulissen des Nationalrats
Banale Blaseninfektion führt zur Teilinvalidität
Projekt Hausapotheke
Meldungen & Anfragen von Mitgliedern
„Was hab‘ ich?“ erklärt medizinische Befunde
Warum Katzenbisse so gefährlich sein können…
Juni Veranstaltung Kispi
Nachholbedarf bei Kindermedikamenten

Hüftoperation führt zur Knieverletzung

Herr L. erleidet bei einer Hüftoperation im Spital eine Knieverletzung. Er kann keinen erklärenden Zusammenhang zwischen der Hüftoperation und der Knieverletzung herstellen, weshalb er von einer Sorgfaltspflichtverletzung ausgeht. Er beauftragt uns mit den entsprechenden Abklärungen.

Gesetz für genetische Untersuchungen geht in den Ständerat

Das Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen regelt, unter welchen Voraussetzungen genetische Untersuchungen im medizinischen Bereich durchgeführt sowie DNA-Profile zur Klärung der Abstammung oder zur Identifizierung erstellt werden dürfen. In den letzten Jahren sind die Untersuchungsverfahren wesentlich schneller, günstiger und aussagekräftiger geworden. Zudem werden heute viele Untersuchungen angeboten, die gesetzlich nicht erfasst sind. Die vorgeschlagene Totalrevision will dem technischen Fort-schritt Rechnung tragen und die genetischen Untersuchungen beim Menschen auf umfassende Art regeln.

Meldungen & Anfragen von Mitgliedern

Kosten für den Aufenthalt in einem Pflegezentrum:
Der Ehemann von Frau G. lebt in einem Pflegezentrum. Frau G. hat uns die Rechnung für den Aufenthalt im Pflegezentrum mit zahlreichen offenen Fragen zugestellt.

Alterszuschlag beim Augenarzt:
Herr P. hat uns die Rechnung eines Augenarztes zugestellt. Er stört sich am Alterszuschlag, den das TARMED-System offenbar zulässt.

„Was hab‘ ich?“ erklärt medizinische Befunde

Kostenlose und anonyme Hilfe für Patientinnen und Patienten

Vielleicht haben Sie das auch schon einmal erlebt: Nach dem Arzt-Besuch oder Spital-Aufenthalt haben Sie einen schriftlichen, medi-zinischen Befund erhalten und das „Ärzte-Latein“ war kaum zu verstehen. In so einem Fall hilft die Online-Plattform washabich.ch: Hier können Patientinnen ihre medizinischen Dokumente einsenden. Diese werden dann ehrenamtlich von Medizinstudierenden und Ärz-ten in eine leicht verständliche Sprache übersetzt – kostenlos und anonym.