„Krank und nicht mehr ausgeliefert“

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Datum: 
Mittwoch, 31. Oktober 2018 - 16:45
Veranstaltungsort: 
Volkshaus Zürich
Adresse: 
Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich

Die Gesprächsrunde, 31.10.18: „Braucht es die Patientenstelle noch?“

Moderation: Felix Straumann, Wissenschaftsjournalist Tages-Anzeiger

Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
Thomas Hardegger, Nationalrat
Felix Schürch, Hausarzt
Mirjam Stauffer, Physiotherapeutin
Nadine Woodtli, Journalistin, Kassensturz/srf

„Klagemauer“ im Herbst 1978
Eine junge Frau stirbt wegen einem Behandlungsfehler an den Folgen einer Routineoperation. Die Angehörigen sind alleine gelassen. Ist das ein tragisches Einzelereignis oder haben die Patientinnen, Patienten und Angehörigen tatsächlich keine Lobby? Dieser Frage gehen engagierte Menschen in der „Klagemauer“ vom 12. September bis 08. Oktober 1978 im Forum für Gemeinsaktionen des Gottlieb Duttweiler-Instituts nach. Patientinnen, Patienten, Angehörige und Fachleute berichten von ihren Erfahrungen, klagen ihr Leid oder bitten um Unterstützung. Die Anliegen sind vielschichtig, die Erwartungen hoch und wie Auswertung der eingegangenen Fragebogen zeigt, ist der Handlungsbedarf ausgewiesen.

Gesprächsrunde: Braucht es die Patientenstelle noch?
Als Konsequenz aus der Klagemauer von 1978 wird der Verein Patientenstelle als erste unabhängige Vertretung der Patientinnen und Patienten gegründet. Die erste Vollversammlung wird zahlreich besucht, die Stimmung ist euphorisch, bereits wird dem Verein eine schweizweite Bewegung von Millionen von Mitgliedern vorausgesagt. Doch nicht alle Menschen der ersten Stunde haben das gleiche Ziel. Ein Gründungsmitglied meint rückblickend: „Wir haben die Patientenstelle als Hilfe zur Selbsthilfe verstanden, die sehr bald wieder überflüssig werden sollte. Es gibt sie immer noch.“
Wir setzen uns mit der Frage „Braucht es die Patientenstelle noch?“ auseinander. Die Antwort ist nicht nur Teil der Vorfeier des 40-Jahr-Jubiläums, sondern wird uns das ganze Jubiläumsjahr beschäftigen.