„Krank und nicht mehr ausgeliefert“

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Datum: 
Freitag, 1. Februar 2019 - 21:20
Veranstaltungsort: 
https://www.srf.ch/sendungen/arena/spitzenmedizin-aber-bitte-guenstig

Heute, 01.02.2019 in der Arena

Das Bundesgericht hat ein Machtwort gesprochen: Von Prämienverbilligungen muss auch der Mittelstand profitieren dürfen. Sind staatliche Verbilligungen die Lösung für die hohen Prämien - oder braucht es echte Sparmassnahmen im Gesundheitssystem?
Die Krankenkassenprämien in der Schweiz kennen nur eine Richtung: nach oben. Die Diagnose ist klar, an der richtigen Behandlungsmethode scheiden sich die Geister. Zahlreiche Lösungsvorschläge zur Entlastung der Prämienzahler stehen im Raum - doch welcher ist der richtige?
Der Nationalrat hat sich für einen brisanten Vorschlag ausgesprochen. Die Franchisen sollen angehoben werden – auch die tiefsten. Doch reicht dies aus, um das Kostenwachstum abzubremsen?
Nein, sagt die CVP. Mit der «Kostenbremse-Initiative» will sie die Gesundheitskosten eindämmen. Die Initiative soll verhindern, dass die Kosten im Vergleich zu den Durchschnittseinkommen zu stark ansteigen.
Die SP hingegen will mit einer aktuellen Forderung nicht sparen, sondern die Prämienlast senken: Kein Haushalt soll mehr als zehn Prozent des verfügbaren Einkommens für Prämien ausgeben. Den Rest soll der Staat bezahlen. Zudem stellt die SP manchen Kantonen ein Ultimatum: Wird die Einkommensgrenze für Prämienverbilligungen nicht innert eines Monats erhöht, droht eine Klage - wie jüngst im Kanton Luzern. Dort war die SP erfolgreich und erkämpfte vor Bundesgericht, dass auch Familien aus dem Mittelstand wieder Prämienverbilligungen erhalten.
Was ist der richtige Weg im Gesundheitswesen? Braucht es mehr Eigenverantwortung der Bürger – oder mehr Solidarität über die Steuern?
Zu diesen Fragen begrüsst Jonas Projer in der «Arena»:
• Barbara Gysi, Nationalrätin SP/SG
• Ruth Humbel, Nationalrätin CVP/AG
• Sebastian Frehner, Nationalrat SVP/BS
• Thomas Heiniger, Regierungsrat ZH/FDP, Präsident Gesundheitsdirektoren-Konferenz